Am kommenden Sonntag ist es wieder so weit...



In der Burgsteinfurter Tennishalle fand jetzt das traditionelle Neujahrsturnier der Fachschaft Tennis des Sportvereines Westfalia Leer statt. Auf insgesamt drei Plätzen wurde vier Stunden gespielt. Die stellvertretende Vorsitzende Sibylle Keseberg begrüßte die Aktiven und auch die Zuschauer. Die Spielleitung lag bei Ingrid Wiggelinghoff. Es gab durchweg gleichwertige Spielpaarungen so dass es zu spannenden Spielen kam. Jetzt bereitet sich die Fachschaft Tennis auf die Feier anlässlich ihres 50jährigen Bestehens vor.
Am Wochenende fanden in der Leerer Sporthalle die ersten Fußballjugendturniere der JSG Leer/Horstmar statt. Organisiert wurden sie von der Jugendabteilung des SV Westfalia Leer.
Gestartet wurde am Samstag mit der D2-Jugend. Erst im letzten Spiel wurde das Turnier entschieden. Hier erzielte der SV Burgsteinfurt wenige Sekunden vor Spielende den Siegtreffer. Der Borghorster FC freute sich aber trotzdem über den 2. Platz. Dritter wurde die JSG Velen/Hochmoor. Es folgen JSG Schöppingen/Eggerode und JSG Horstmar/Leer.
Beim E2-Turnier am Nachmittag gewannen unangefochten die Sportfreunde Gellendorf. SV Burgsteinfurt belegte den 2. Platz. Es folgten der Borghorster FC, die JSG Leer/Horstmar und der Skiclub Nordwest Rheine.
Am Sonntagmorgen fegten zunächst die F-Junioren übers Feld. Hier gefiel vor allem die JSG Schöppingen/Eggerode und die JSG Hauenhorst/St. Arnold. Aber auch die JSG Horstmar/Leer hielt gut mit, berichten die Veranstalter in einer Pressemitteilung. Der SV Burgsteinfurt und Vorwärts Wettringen komplettierten das Teilnehmerfeld.
Der Höhepunkt waren am Sonntagnachmittag die Minikicker. Die Halle war voll besetzt mit den Familien, die die Teams aus Borghorst, Hauenhorst/St. Arnold, Laer, Neuenkirchen und aus Horstmar und Leer unermüdlich anfeuerten.
Beim jüngsten Tag des offenen Adventskalenders am Sportplatz erinnerte Karin Thiele daran, dass genau an diesem Tag der Sportverein 80 Jahre besteht. Anlass genug, um auf die frühere Geschichte zurückzublicken, zumal die Feiern zum 75-jährigen Bestehen wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden mussten.
Der „Turn- und Sportverein Westfalia Leer 1945“ wurde am 9. Dezember 1945 im Lokal Fischer-Grewing von zwölf Männern gegründet. „In dieser Zusammenkunft beschließen wir, dass wir uns vereinen zu einer Gemeinschaft, die Spiel und Sport betreiben wird zur Förderung der Gesundheit aller Mitglieder und zur Hebung des Frohgefühls bei Freund und Gönner“, heißt es im Gründungsprotokoll. Der Verein wollte das zerstörte Gemeinschaftswesen und die Interaktion der Gesellschaft nach dem Krieg wiederherstellen. Bei älteren Mitgliedern sollte der Name „Westfalia“ das verloren gegangene Heimatgefühl wieder hervorrufen, bei Jugendlichen eine Verbindung zur neuen Heimat schaffen.
Die Distanzierung vom Nationalsozialismus wurde bei der Gründung des Vereins deutlich, denn sowohl religiöse als auch politische Tätigkeiten innerhalb des Vereins sind laut der Satzung verboten und werden gegebenenfalls mit sofortigem Ausschluss bestraft. Des Weiteren distanzierte sich der Verein von Diskriminierung von Mitgliedern „wegen ihrer Glaubensrichtung und wegen ihrer Rasse- und Staatszugehörigkeit“, ist in der Festschrift zu lesen, die anlässlich des 75-jährigen Bestehens federführend von Sina Frahling erstellt wurde.
Am 8. April 1945 richteten die belgischen Besatzer ihre Kommandozentrale in der Kneipe „Tante Toni“ ein. Außerdem bauten die belgischen und britischen Besatzungsmächte ihr Lager an den Fischerteichen in der Nähe des Lazaretts Loreto. Schnell wurde der Kontakt zwischen Einheimischen und ausländischen Soldaten geknüpft. Es entwickelte sich ein gutes Verhältnis zwischen Besatzern und Bürgern.
Dies führte dazu, dass die Besatzer die Fußballer zum gemeinschaftlichen Fußballspielen auf das Gelände des Lazaretts einluden. Das kam den Fußballern aus Leer entgegen, da auf dem eigenen Sportplatz kein Spielbetrieb möglich war. Dort war Schotter für die Militärfahrzeuge deponiert. Bei den Spielen an den Sonntagnachmittagen wurden die Einheimischen aus dem Ortskern mit Militärfahrzeugen zu den Fischerteichen gefahren.
Belgische und britische Soldaten waren etwa zwei Jahre in Leer stationiert. Danach wurde der ehemalige Sportplatz in Eigenleistung wiederhergerichtet und ein regelmäßiger Spielbetrieb langsam wieder aufgebaut.
Zu Gründungszeiten waren die Meinungen über das Sportwesen in Leer kontrovers, wodurch ein geregelter Trainings- sowie Spielbetrieb schwierig war. Aufgrund des fehlenden Nachwuchses löste sich die Mannschaft der ersten Stunde 1951 auf. Bis 1954 gab es lediglich eine Fußball-Jugendmannschaft in Leer.
Zu dieser Zeit mussten für die Jugendlichen Gesundheitspässe ausgestellt werden. Diese Aufgabe übernahm der im Dorf beliebte Dr. Anton Vossenberg kostenlos. Es brauchte kein Spieler zur persönlichen Untersuchung zu kommen, denn er kannte nicht nur die jungen Männer, sondern häufig die ganze Familie.
Auch materielle Engpässe erschwerten den Spielbetrieb. So wurden oft Schweineblasen als Bälle verwendet. Die Erste Mannschaft des Vereins besaß in den ersten Jahren nur einen richtigen Spielball. Auch bei den Fußballschuhen wurde improvisiert, indem unter die Springerstiefel kleine Lederstücke als Stollen genagelt wurden.
Mit der Hauptversammlung 1958 wurde sukzessiv eine Vereinsstruktur aufgebaut. Erster Vorsitzender wurde Erich Fier, damals Kämmerer der Stadt. Das führte zu mehr Solidarität und die schwierigen Anfangsjahre konnten etappenweise überwunden werden. Die Vereinsführung stellte noch im selben Jahr einen Antrag an die Gemeinde, den inzwischen provisorisch hergerichteten Sportplatz am Leerbach zu vergrößern, oder ein anderes Gelände zur Verfügung zu stellen.
Dass der Fußballbetrieb trotz der problematischen Lage des Vereins aufrechterhalten werden konnte, war erheblich der gelebten Solidarität zu verdanken. Franz Horstmann aus Ostendorf erklärte sich bereit, für ein geringes Entgelt aus der Vereinskasse den Platz für das sonntägliche Spiel bereitzumachen, denn für das Rasenmähen hatte die Gemeinde kein Geld.
Ein Novum im Jahre 1963 war, dass seitens der Gemeinde das Umziehen und Duschen der Fußballer im Keller der Marienschule (heute Astrid-Lindgren-Grundschule) gestattet wurde. Hauptlehrer Hermann Dertwinkel (von 1958 bis 1964 Westfalia-Vorsitzender) hatte dazu die Genehmigung erteilt. Zuvor hatten Waschgelegenheiten am Leerbach, im Vereinslokal Horstmann an dessen Wasserpumpe im Freien bzw. im Winter in der Waschküche oder im Saal bestanden.
1970 übernahm Bernhard Horstmann den Vorsitz von Anton Greive, wobei der Verein zu diesem Zeitpunkt 200 Mitglieder umfasste. Ein Wendepunkt war die Turnhalleneinweihung 1975/1976: Sie ermöglichte Sport vom Kleinstkinderalter bis zu den Senioren. Viele neue Mitglieder, meist Frauen und Kinder, kamen hinzu. Westfalia zählt heute 850 Mitglieder.
2001 übergab Bernhard Horstmann den Vorsitz an Ralf Hölscheidt, welcher schon einige Jahre wichtiges Mitglied im Vorstand war und Hauptverantwortlicher für die Finanzierung des Sportgebäudes war. 2004 begannen die Arbeiten für den Bau einer neuen Turnhalle, denn die 1975 errichtete Halle erfüllte nicht mehr die nötigen Standards. Hölscheidt übergab den Vorsitz 2009 an Vereinswirt Thomas Selker, der bis zu seinem Tod am 3. Januar 2021 die Geschicke des Vereins leitete. Aktueller Vorsitzender ist Michael Denkler.
Heute gehören zum Sportbetrieb zwei Fußball- und drei Tennisplätze, zwei Betriebsgebäude und eine Sporthalle.
Bei Westfalia Leer ist kurz vor dem Jahresende die Trainerfrage geklärt worden. Michael Straube übernimmt ab Sommer das Coaching beim aktuellen Tabellenführer der Kreisliga B. Darauf verständigten sich der 36-jährige Borghorster und der Vereinsvorstand um Michael Denkler und Andreas Overkamp jetzt. Der Trainer posten am Leerbach war frei geworden, da Stefan Schulze Schwarthoff erklärt hatte, nur noch bis zum Ende der laufenden Saison für diesen Job zur Verfügung zu stehen.
Kurz vor Weihnachten hatte die Sportliche Leitung des SV Westfalia Kontakt zu Straube aufgenommen, der momentan in der zweiten Saison die A-Jugend des Borghorster FC trainiert. Lange brauchte der B-Lizenz-Inhaber nicht, um seine Zusage zu geben – auch, weil es ihn wieder zurück in den Herrenbereich zieht. In seiner Trainerlaufbahn war der Familienvater bereits für die ersten Mannschaften des BFC und des SC Preußen Borghorst verantwortlich.
"Es gibt viele sehr gute Gründe, warum ich Westfalia Leer trainieren möchte. Einer ist, dass es richtig attraktiv ist. Entweder arbeite ich in der nächsten Saison bei einem A-Ligisten oder bei einem ambitionierten B-Ligisten. Beides ist sportlich interessant", so Straube. Zum anderen reizt ihn ein gewisser Perspektivwechsel. "Die Auswärtsspiele in Leer waren immer die unangenehmste Aufgabe im Verlauf der Saison. Ein kleiner Platz, ein heißes Publikum – das hat es stets schwer gemacht. Die Sache jetzt mal aus der komplett anderen Perspektive erleben zu dürfen, finde ich super spannend."
Bis Ende Januar will Michael Straube mit allen Spielern den Kaders gesprochen haben. Sein Ziel ist es, wenn möglich, alle Akteure des aktuellen Kaders zu halten und punktuell Verstärkungen von auswärts zu holen. „Ich habe da schon ein paar Ideen“, möchte der Schalke-Fan zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zu viel verraten.
"Mir fällt ein großer Stein vom Herzen, dass wir so schnell einen neuen Trainer finden konnten. Das ist für einen kleineren Verein wie Westfalia Leer nicht immer einfach. Michael wird sportlich und menschlich super zu uns passen", freut sich Vorsitzender Michael Denkler auf die Zusammenarbeit. "Unser großes Ziel ist, dass wir im Sommer den Aufstieg in die A-Liga feiern können."
Beim Fußball-B-Ligisten Westfalia Leer wird zur Saison 2026/27 der Trainerstuhl frei. Stefan Schulze Schwarthoff hat sich dazu entschieden, die erste Männermannschaft seines Heimatvereins nur noch bis zum Sommer zu coachen.
Auch seine Co-Trainer Jannik Arning und Steffen Jahn beenden dann ihre Tätigkeiten. "Der Verein wollte eine Entscheidung von mir, wie es weitergeht. Aber die konnte ich jetzt noch nicht geben. Deshalb habe ich mich schweren Herzens dazu entschieden, aufzuhören", erklärt Schulze Schwarthoff, der das Team in der zweiten Saison trainiert.
Schulze Schwarthoff hatte sich zuletzt Bedenkzeit erbeten, auch um die Perspektiven auszuloten. Schließlich sind einige Kicker des Kaders schon ein bisschen in die Jahre gekommen. Matthias Meis und Lennard Raus haben sich zum Aufhören entschieden. Wie sich das Team personell aufstellt, und ob genug junge Kicker nachrücken würden, war Themen, die den 42-jährigen Übungsleiter über seine Trainerzukunft am Leerbach nachdenken ließen.
Die Westfalia ist als Tabellenführer vor der punktgleichen Reserve des FC Eintracht Rheine in die Winterpause gegangen. Schwarthoff, Arning und Jahn stellen klar, dass sie in der Rückrunde alle Hebel in Bewegung setzen werden, damit Leer ab Sommer wieder in der Kreisliga A zuhause ist.
Für die Fußballerinnen der SG Horstmar/Leer läuft es gerade. Als Tabellenführer der Bezirksliga-Staffel 6 sind sie in die Winterpause gegangen. Daran hat Trainer Sascha Kölking einen großen Anteil – und der wird das Team auch in der Saison 2026/27 coachen. Darauf verständigten sich jetzt die Sportliche Leitung und der Trainer.
"Wir waren uns schnell darüber einig, den eingeschlagenen Weg auch über die laufende Saison hinaus fortzusetzen", erklärte Kölking. Der 50-Jährige hatte das Team im Sommer 2024 übernommen und in seiner ersten Saison zur Vizemeisterschaft geführt. Zuvor war er für die Fußballerinnen von Turo Darfeld verantwortlich gewesen, mit denen er in die Landesliga aufstieg.
"Mir macht die Arbeit mit den Mädels unheimlich viel Spaß. Wir haben eine gute Basis gefunden, auf der wir erfolgreich arbeiten können. Die Mannschaft ist motiviert, und trotz der Größe herrscht ein super Zusammenhalt. Ich fahre jeden Tag mit einem Lächeln zum Platz. Zudem funktioniert die Zusammenarbeit mit den beiden Vereinen – Germania Horstmar und Westfalia Leer – super. Wir haben Strukturen geschaffen, die als Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft dienen. Und da möchte ich meinem Heimatverein gerne helfen, den Mädchen- und Frauenfußball weiter zu etablieren und zu stärken. Das kann vielleicht auch als Vorbild dienen und Vorbehalte aus dem Weg räumen, die beide Vereine ja immer noch trennen", führt Kölking weitere Gründe für die Fortsetzung seiner Arbeit auf.
Als Wintermeister der Bezirksliga-Staffel 6 verabschieden sich die Fußballerinnen der SG Horstmar/Leer aus einen für sie ereignisreichen Jahr 2025. Sie gewannen bei Teuto Riesenbeck ihr zweites Rückrundenspiel mit 5:2 (1:1) und verteidigten damit die Tabellenführung.
Allerdings stieß der Ligaprimus auf viel Gegenwehr. "Riesenbeck hat das gut gemacht. Die standen tief und haben gelauert", zog SG-Trainer Sascha Kölking seinen Hut. Mit seiner Elf ging er hingegen kritisch ins Gericht: "Läuferisch können wir mehr, und unsere Passquote war in der ersten Hälfte grauenhaft. Gut möglich, dass das eine Kopfsache ist. Mittlerweile sind wir ja die Gejagten und können was verlieren."
Maike Kreimer schoss die Gäste nach einem Alleingang in Führung (20.), Sophia Eilixmann egalisierte dank eines Fehlers in der SG-Defensive (40.). Im zweiten Abschnitt steigerte sich die Elf aus Horstmar und Leer. Anke Markmann traf nach Vorarbeit von Maike Kreimer zum 2:1 (48.), doch nur sechs Minuten später besorgte Eilixmann das 2:2. Der abermalige Ausgleich stellte den Favoriten vor eine Herausforderung, doch die wurde dank der überragenden Offensivabteilung gemeistert. Anke Markmann (74./90. + 1) sowie Spielführerin Sina Frahling (82.) schossen die SG zum Auswärtssieg.
Im letzten Spiel des Kalenderjahres hat B-Liga-Spitzenreiter Westfalia Leer noch mal eine Rakete gezündet. Auf eigenem Geläuf wurde die als Tabellendritter angereiste Reserve des 1. FC Nordwalde mit 5:2 (2:1) besiegt.
Sascha Louis ebnete mit seinem 1:0 – einem Flachschuss aus 20 Metern – den Weg (8.). Timo Selker nutzte eine eher unübersichtliche Situation im Nordwalder Strafraum zum 2:0 (15.). Die Gäste meldeten sich durch Marko Rohlmann zurück (17., 1:2), was die Westfalia aber nicht störte. Sie blieb wach, und in Minute 51 stellte Yannes Haag mit einem Schuss aus dem Rückraum den alten Abstand wieder her. Josch Gerdes köpfte das 4:1 (72.), Janis Edeling brachte den FCN nach einer Ecke auf 2:4 heran (77.). Für das 5:2 zeichnete Max Joormann in der Nachspielzeit verantwortlich.
"Den Jungs war schon in der Trainingswoche anzumerken, dass sie Bock auf das Spiel hatten. Sie wollten sich für die blöde 2:3-Niederlage in der Hinrunde revanchieren. Auf dem tiefen Boden und gegen einen unbequemen Gast war das aber alles andere als leicht. Das war das ein klasse Jahresabschluss", freute sich Trainer Stefan Schulze Schwarthoff.
Eines Spitzenspiels würdig war das, was die Fußballerinnen der SG Horstmar/Leer und des FC Oeding am Sonntag auf den Kunstrasenplatz am Borghorster Weg zauberten. Dabei hatten die Gastgeberinnen das bessere Ende für sich: Sie siegten mit 4:1 (3:1) und nahmen ihrem Gegner damit die Tabellenführung in der Bezirksliga-Staffel 6 ab.
Horstmar/Leer hatte sich eine Menge vorgenommen – und dokumentierte das mit einem schnellen Führungstreffer. Den erzielte Anke Markmann bereits in der fünften Minute nach einer Flanke von Maike Kreimer. In dem Tempo ging es weiter, denn nur vier Zeigerumdrehungen später verdoppelte Maike Kreimer den Vorsprung. Der FC Oeding hatte aber nichts zu verschenken und verkürzte durch Muriel Schäpers' 35. Saisontor auf 1:2 (16.).
Danach ging die Post ab. Die Teams kamen zu sehr guten Abschlussmöglichkeiten, doch nutzen diese erstmal nicht. Das 3:1 der SG entstand aus einem Freistoß aus halblinker Position, den Franziska Blömer auf den zweiten Pfosten zog. Elena Hüning, die Torhüterin des FCO, schätzte die Flugbahn des Balles falsch ein und musste als Konsequenz die Kugel aus ihrem Netz fischen (29.). Blömer hatte ihre Aktien auch in der nächsten hochkarätigen Situation: Im eigenen Strafraum zupfte die Innenverteidigerin zu lange und zu intensiv am Trikot von Schäpers, sodass Schiedsrichter Sezgin Dogan auf Elfmeter entscheiden musste. Anna-Sophie Rabenseifner zielte jedoch neben Tor (35.).
"Oeding hat immer versucht, hinter unsere Kette zu kommen. Damit wurde der Gegner in der ersten Hälfte ein paar Mal gefährlich, nach dem Wiederbeginn haben wir die Räume besser zugestellt und fast nichts mehr zugelassen", lobte SG-Trainer Sascha Kölking seine Defensivabteilung. Weil die Gäste immer mehr riskierten, boten sich den Frauen aus Horstmar und Leer gute Kontergelegenheiten. Bis das 4:1 fiel, dauerte es aber bis zur 86. Minute: Michelle Telgmann wurde im Sechzehner regelwidrig aufgehalten. Den fälligen Strafstoß verwandelte Maike Kreimer eiskalt.
"Ich mag ja so Spiele, in denen es heiß hergeht. Diese Emotionalität hat die Mannschaft von der ersten bis zur 90. Minute auf den Platz gebracht. Ein Riesenkompliment dafür", so Kölking.