Ekstase in Leer - die Westfalia feiert den Aufstieg

Lange haben es die Fußballer von Westfalia Leer nicht in der B-Liga ausgehalten. Genauer gesagt nur eine Saison, denn am Sonntag wurde der direkte Wiederaufstieg in das Kreisoberhaus gefeiert.
Möglich machte das zum einen der 1:0-Heimsieg gegen die dritte Mannschaft des Borghorster FC, zum anderen half der zeitgleiche 1:0-Erfolg des FC SW Weiner gegen Westfalia Bilk. Dadurch steht schon drei Runden vor dem Saisonende fest, dass die Westfalia nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze zu verdrängen ist und damit den Aufstieg sicher hat.
Gegen die Borghorster schoss Yannes Haag nach Vorarbeit von Timo Hüsing in der neunten Minute das Tor des Tages. Eigentlich war das ein Traumstart, der für Schwung hätte sorgen können, doch die starken Borghorster machten es dem Tabellenführer nicht einfach. "Am Ende hat es gereicht, und als dann aus der Weiner die Nachricht von der Bilker Niederlage kam, da herrschte Ekstase pur", schwärmte Michael Denkler am Montag. Da hatte das Erfolgsteam eine Partynacht hinter sich und genoss schon wieder in der Vereinsgaststätte Selker die nächsten Kaltgetränke.
Denkler, Torwart der ersten Mannschaft und Vereinsvorsitzender in Personalunion, brauchte nicht lange, um den X-Faktor für den Aufstieg zu benennen: "Das ist einfach die mannschaftliche Geschlossenheit. Wir sitzen nach jedem Spiel und jedem Training noch länger zusammen und besprechen uns. Vielleicht spielen wir nicht immer den allerschönsten Fußball, aber wir sind ein super Team."
Zwölf Jahre kickten die Rot-Weißen in der A-Liga, bevor sie 2025 der Abstieg ereilte. Und der Start in die B-Liga verlief mit zwei Niederlagen in den ersten vier Partien auch nicht toll. "Dann haben wir uns aber eingeschworen und gemerkt, das was geht", blickt Trainer Stefan Schulze Schwarthoff zurück. 20 Siege und zwei Unentschieden in 27 Spielen stehen für die Elf um Kapitän Max Joormann in der Statistik. "Die B-Liga ist ja in dieser Saison das erste Mal eingleisig ausgetragen worden. Da wussten wir nicht genau, was uns erwartet. Aber wir haben das klasse gemacht. Vor allem mit unserer mannschaftlichen Geschlossenheit", so Schulze Schwarthoff, der das Team im Sommer an seinen Nachfolger Michael Straube übergibt. "Der Aufstieg ist wichtig, denn die Westfalia gehört einfach in die A-Liga", findet Schulze Schwarthoff, für den es in der Saison aber noch was zu erledigen gibt. "Wir feiern bis Dienstag, danach geben wir wieder Gas. Wir wollen ja schließlich auch Meister werden."



