SG gewinnt Elfer-Thriller gegen Hauenhorst

 

Der Fußballkreis Steinfurt bekommt in dieser Saison neue Pokalsiegerinnen. Dafür sorgte die SG Horstmar/Leer, die in der ersten Runde des Wettbewerbs 2026/27 Titelverteidiger Germania Hauenhorst besiegte. Nach packenden 90 Minuten unter Flutlicht pfiff Schiri Markus Geisler beim Stand von 2:2 ab, das anschließende Elfmeterschießen entschieden die Gastgeberinnen mit 4:2 für sich.

Der Westfalenligist aus Hauenhorst unternahm im ersten Abschnitt viel, wenngleich ihm nicht viel gelang. Rund um die Box sah es ganz ordentlich aus, aber richtig gefährlich wurde der Favorit nur selten. Dafür schaltete die Germania in der eigenen Hälfte unfreiwillig die Situation scharf. Zwei individuelle Fehler wurden teuer: Erst drückte Anke Markmann den Ball nach Pass von Maike Kreimer zum 1:0 für Horstmar/Leer über die Linie (30.), dann erhöhte Michelle Telgmann aus kurzer Distanz auf 2:0. Unmittelbar zuvor hatte Maike Kreimer den Pfosten getroffen (41.).

Die zweite Halbzeit ging an die Hauenhorsterinnen, die jetzt viel flotter und zielstrebiger auftraten. Mit dem Anschlusstreffer von Kapitänin Pauline Watta waren die Rheinenserinnen wieder so was vom im Spiel (57.). Der Landesliga-Aufsteiger aus Horstmar und Leer bekam viel Druck, verteidigte aber leidenschaftlich – und hatte in Umschaltmomenten und einmal nach einer Ecke brandgefährliche Momente. Die spielte die SG jedoch schlecht aus. Statt des möglichen Treffers zum 3:1 glich Hauenhorst aus. Watta startete eine super Einzelaktion und schloss diese mit Hilfe des Innenpfostens in der 75. Minute zum 2:2-Endstand ab.

Im Vorfeld hatte SG-Trainer Sascha Kölking davon gesprochen, auf jeden Fall vier sichere Elfmeterschützinnen und mit Sabrina Thiemann eine sehr gute Torhüterin zu haben. Das kam einem sehr guten Blick in die Kristallkugel gleich: Maike Kreimer, ihre Schwester Imke, Lara Kleimann und Anke Markmann verwandelten. Zudem hielt Thiemann den ersten und vierten Schuss der Germania von Merle Kölking und Noelle Slon. Für die Gäste verwandelten Berit Richter und Lara Schulze Niehues.

"Wir hatten in den ersten 15 Minuten Probleme, in die Partie zu kommen. Dann steigerten wir uns und nutzen unsere Chancen. In der zweiten Hälfte hat meine Mannschaft, obwohl die Beine immer schwerer geworden sind, alles auf dem Rasen gelassen, was sie hatte. Jetzt feiern wir mit ein, zwei Bierchen, aber dann bereiten wir uns auch schon auf das Punktspiel gegen die SpVgg Langenhorst/Welbergen vor", kommentierte Kölking. Das wird am Sonntag um 12.45 Uhr in Horstmar angepfiffen.

"Nach Elfmeterschießen auszuscheiden, das ist natürlich maximal bitter. Wir haben das Weiterkommen in der ersten Halbzeit liegengelassen. Da sind uns zwei individuelle Fehler unterlaufen, die zu den Gegentoren geführt haben. Nach dem Wiederbeginn haben wir ein ganz anderes Gesicht gezeigt, was aber leider nur zu zwei Toren gereicht hat. Das 2:2 nach 90 Minuten passt im Endeffekt schon. Glückwunsch an die SG Horstmar/Leer", erklärte Germania-Coach Mirco Lauvers im Nachgang.